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Aufstand der Rentner: „Fridays gegen Altersarmut“

Altersarmut ist in Deutschland ein zunehmendes Problem. Die Angst der Menschen um ihre hart erarbeitete Rente ist allgegenwärtig. Die Bewegung „Fridays gegen Altersarmut“ kämpft nun für die Rechte der Rentner. Etwa 32.000 Menschen haben sich bereits der gleichnamigen Facebook-Gruppe angeschlossen. Schließlich lebt jeder fünfte Rentner in Deutschland an der Armutsgrenze. Aus Politik- und Finanzkreisen werden bereits absurde Lösungsangebote gemacht: Um das Rentenproblem zu lösen, sollen die Deutschen länger arbeiten oder massenweise Migranten aufnehmen.

Die Tafel Deutschland verkündete jüngst, dass die Anzahl der Rentner, welche auf Lebensmittelspenden angewiesen sind, um 26% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen ist. “Das ist natürlich sehr erschreckend, weil wir wissen, dass viele Menschen, die Rentnerinnen und Rentner sind, sich oft schämen, Leistungen in Anspruch zu nehmen”, sagte der Chef der Tafel, Jochen Brühl.

 

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Der Schuldneratlas 2019 bestätigt das es deutschen Rentnern immer schlechter geht. Immer mehr Rentner sind komplett verschuldet. Im Schuldneratlas werden Menschen als überschuldet bezeichnet, die ihre Verbindlichkeiten „mit hoher Wahrscheinlichkeit über einen längeren Zeitraum nicht begleichen“ können. In der Altersklasse der über 70 jährigen stieg die Zahl der Menschen die laut Schuldneratlas als überschuldet gelten dramatisch an. 381.000 Menschen dieser Altersgruppe gelten als überschuldet. Ein Anstieg von 45% im Vergleich zum Vorjahr. “Mit dem Eintritt in den Ruhestand sinken die Chancen älterer Menschen drastisch, ihre ökonomische Lage zu verbessern”, heißt es im Schuldneratlas 2019.

 

„Die Renten steigen jetzt seit sechs Jahren oberhalb der Inflationsrate”, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dies sei ein “großes Geschenk”. Doch das aktuelle Rentenniveau wäre als auf Dauer „nicht verkraftbar“, meint Altmaier.

 

Betrachten wir die harten Zahlen, dann geht es den Rentner im Jahre 2019 besser als es in der Zukunft der Fall sein wird. Bis zum Jahre 2030 wird das Rentenniveau auf 43% sinken. Besonders die über 80-Jährigen profitieren von alten Begünstigungen. Bei Ihnen werden lediglich 50% der Rente besteuert. Wer erst in den letzten Jahren in Rente gegangen ist, muss 74% seiner Rente versteuern.

 

Aus Politik- und Finanzkreisen werden bereits absurde Lösungsangebote gemacht: Um das Rentenproblem zu lösen, sollen die Deutschen länger arbeiten oder massenweise Migranten aufnehmen. Die Bundesbank hat jüngst verkündet, dass man die Rente dadurch stabilisieren könne, wenn man das Renteneintrittsalter bis 2070 Schrittweise bis auf 70 Jahre erhöht. Um das aktuelle Renteneintrittsalter von 67 Jahren aufrecht erhalten zu können bräuchte Deutschland angeblich zusätzlich jedes Jahr ca. 500.000 erwerbstätige Zuwanderer.



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